La Oliva

La Oliva Fuerteventura
La Oliva Fuerteventura

La Oliva bildet eine der insgesamt sechs Gemeinden der Insel Fuerteventura. Jene liegt im Atlantik und ist Teil der Kanarischen Inseln, einer Inselgruppe, welche wiederum zu Spanien gehört. Von allen dortigen Gemeinden ist La Oliva die nördlichste auf Fuerteventura. Sie untergliedert sich in zwölf unterschiedlich stark bevölkerte Ortschaften. Das Verwaltungszentrum ist der Ort La Oliva, welchem die übergeordnete Gemeinde ihren Namen verdankt. Insgesamt leben in der Gemeinde 26.580 Einwohner (Stand: 2019).
Der Name dieser Gemeinde bzw. ihres Verwaltungszentrums heißt auf Deutsch “Die Olive” und soll von dem häufigen Vorkommen wilder Olivenbäume in der Gegend herrühren.

Geschichte von La Oliva

Angeblich wurde der Ort bereits um 1500 gegründet, also nur rund 100 Jahre nachdem die beiden Eroberer Jean de Béthencourt und Gadifer de La Salle auf Fuerteventura gelandet waren und damit begonnen hatten sowohl diese Insel, als auch die gesamten Kanaren unter spanische Herrschaft zu bringen.
Zentrum von Fuerteventura war über lange Zeit die nach Jean de Béthencourt benannte Stadt Betancuria. 1742 wurde der Sitz der Militärverwaltung jedoch von Betancuria nach La Oliva verlegt. Die Casa de los Coroneles (deutsch: Das Haus der Oberste) zeugt bis heute von dieser Epoche. Hiermit begann die Blütezeit von La Oliva, was wiederum mit einem starken Bevölkerungsanstieg einherging. Seine zentrale Stellung auf der Insel verlor der Ort jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Puerto de Cabras, das heutige Puerto del Rosario.
Den ab den 1970er-Jahren einsetzenden Wiederaufschwung verdankt La Oliva dem Aufkommen der Tourismusindustrie. Mit einer Anzahl von rund 17.000 hat die Gemeinde zusammen mit dem im äußersten Süden von Fuerteventura gelegenen Pájara die meisten Betten der Insel. Als Folge dieser Entwicklung setzte ein erheblicher Bedarf an Arbeitskräften ein, was die Bevölkerungszahl erneut beträchtlich ansteigen ließ. Betrug diese 1975 noch zirka 2.900, liegt sie heute bei über 25.000.

In dem ebenfalls zu La Oliva gehörenden Ort Corralejo befindet sich ein bedeutender Fährhafen, welcher die Gemeinde z. B. mit anderen Inseln der Kanaren oder der Insel Los Lobos verbindet.

La Olivia Ausflug Tour
La Oliva Ausflugs Tour

All jenen, welche in La Oliva Urlaub machen möchten, bietet die Gegend eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten.
Eine hiervon ist die am Ortsrand gelegene Casa de los Coroneles, welche Mitte des 18. Jahrhunderts im spanischen Kolonialstil erbaut wurde. Durch seine großen Ausmaße, welche das Gebäude in der Landschaft deutlich hervorheben, steht es symbolisch für die herausragende militärische Stellung, die La Oliva lange Zeit innehatte. Seit 1979 gilt das Anwesen offiziell als kunsthistorisches Denkmal. 1994 wurde es von der Regierung der Kanaren gekauft. Heute beherbergt das Haus ein Kulturzentrum nebst Museum und Archiv.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria. Jene Pfarrkirche wurde ebenfalls im 18. Jahrhundert erbaut, verfügt über insgesamt drei Schiffe und einen großen Glockenturm. Unteranderem beinhaltet das Gotteshaus auch einen mehrfach klappbaren Flügelaltar (Polyptychon) des berühmten spanischen Malers Juan de Miranda. Dieser lebte von 1723 bis 1805 und gilt als ein bedeutender Vertreter des Spätbarocks. Seit 1993 gilt auch diese Kirche offiziell als Kulturgut.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch das Centro de Arte Canario. Hierbei handelt es sich um ein Kulturzentrum, welches in einem restaurierten Herrenhaus namens Casa Mané untergebracht ist. Besucherinnen und Besucher können dort die Werke junger kanarischer Kunstschaffender betrachten. Auch der kunstvoll geschaffene Garten mit Palmen und Opuntien lädt zu einer Besichtigung ein.
Ebenfalls eine Sehenswürdigkeit ist die öffentlich zugängliche Lavahöhle Cueva Del Llano de Villaverde. Diese ist rund 600 Meter lang und verfügt über einen entsprechenden Ausstellungsraum. Innerhalb der Höhle sind vor allem eine dort vorkommende, endemische Spinnenart und die versteinerten Überreste verschiedener Wirbeltiere von Bedeutung.
Auch die ebenfalls zu La Oliva gehörende, unbewohnte Insel Los Lobos kann mittels einer Fähre besichtigt werden.

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